Konversion

Im November 2004 wurde offiziell durch das Bundesministerium für Verteidigung die Auflösung des Fliegerhorstes Leipheim bekannt gegeben.
Das absehbare Ende der militärischen Nutzung des Fliegerhorstes Leipheim stellte damals die drei Standortkommunen Günzburg, Leipheim und Bubesheim vor enorme Herausforderungen.

Mit der Größe von ca. 256 ha entspricht das gesamte Fliegerhorstgelände der bestehenden Siedlungsfläche der in direkter Nachbarschaft liegenden Stadt Leipheim.
Die drei Standortkommunen Günzburg, Leipheim und Bubesheim haben sich bereits im Jahr 2005 zur Kommunalen Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Fliegerhorst Leipheim zusammengeschlossen.

Diese ARGE hatte den Zweck, die Planung der Nachnutzung des Fliegerhorstareals gemeinsam voranzubringen. Das Ergebnis der Arbeit der ARGE bildete u. a. das vorliegende Städtebauliche Entwicklungskonzept (SEK) vom Februar 2010 (nähere Informationen zum SEK finden Sie in der Navigationsleiste unter Planungsgrundlagen).

Die kommunale Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Fliegerhorst Leipheim, bestehend aus den Städten Günzburg und Leipheim und der Gemeinde Bubesheim, ist im Juli 2009 an den Landkreis Günzburg herangetreten, mit der Bitte, dass der Landkreis die Konversion des ehemaligen Fliegerhorstes unterstützt.

Letztendlich wurde in dem politischen Meinungsbildungsprozess die Entscheidung getroffen, dass ein Zweckverband von dem Landkreis Günzburg, der Großen Kreisstadt Günzburg, der Stadt Leipheim und der Gemeinde Bubesheim gegründet wird, der als eigenständige Körperschaft des öffentlichen Rechts den Großteil des ehem. Fliegerhorstareals als sein Zweckverbandsgebiet ankauft und anschließend die Konversion zu einem Interkommunalen Gewerbegebiet umsetzt.

Dieser Zweckverband "Interkommunales Gewerbegebiet Landkreis Günzburg" wurde am 18. Dezember 2009 mit Unterzeichnung der Verbandssatzung gegründet; der Landkreis Günzburg und die Große Kreisstadt Günzburg sind mit jeweils 25 %, die Stadt Leipheim mit 43 % und die Gemeinde Bubesheim mit 7 % an dem Zweckverband beteiligt.

Nach langen Verhandlungen konnte der Ankauf des gesamten ehemaligen Fliegerhorstes Leipheim durch den Zweckverband und die Stadt Leipheim mit notariellem Kaufvertrag vom 24. Juni 2010 erfolgen.
Der Zweckverband erwarb ca. 227,2 ha zzgl. der Grundstücke der Bahntrasse zum Bahnhof in der Stadt Günzburg, die Stadt Leipheim erwarb daneben ca. 22 ha des ehem. Fliegerhorstareals.

Zum 01. Juli 2010 hat der Zweckverband den Teil des ehem. Fliegerhorstes übernommen, der sein Verbandsgebiet darstellt, ab diesem Zeitpunkt begann die Konversion.

Die Vertragspartner der Konversion des Leipheimer Fliegerhorstgeländes: Sitzend (von links): Oberbürgermeister Gerhard Jauernig (Günzburg), 1. Bürgermeister Christian Konrad (Leipheim), Landrat Hubert Hafner und 1. Bürgermeister Walter Sauter (Bubesheim). Dahinter Landtgsabgeordneter Alfred Sauter (rechts) und Christian Zimmermann (Geschäftsführer Zweckverband).